Es sind schon so viele Artikel zum Thema Digitale Transformation geschrieben worden, doch keiner hat mich so beeindruckt bzw. keiner hat es so auf den Punkt gebracht wie der Artikel von Markus Gull „Hat deine Brandstory die Kraft einer Rebellion?“ In einer philosophischen Art und Weise nähert er sich dem Thema an ohne das Wort Transformation oder digital nur in den Mund zu nehmen.

Die Herleitung der Thematik und auch die richtig erkannten Zusammenhänge der gesellschaftlichen Weiterentwicklung beeindrucken mich. Es steck so viel Wahres dahinter, wenn er beschreibt, dass das Internet unser Leben total auf den Kopf gestellt hat. Nicht nur dass wir, die Menschen als Konsumenten mit Informationen überflutet werden, auch als Produzenten, gerade wir Marketer und Kommunikatoren, verspüren einen extremen Druck.

„Es findet ein vielstimmiges, grenzenloses, immer währendes Gespräch statt, das kein Unternehmen, keine Marke beeinflussen oder gar beherrschen kann. Und das, obwohl Unternehmen und Marken sehr häufig Gegenstand dieses Gespräches sind. Aber Unternehmen und Marken können an diesen Gesprächen teilnehmen und sie im besten Fall sogar inspirieren. Im besten Fall bedeutet: im besten Fall. Also offen, reinen Herzens und ohne manipulative Hintergedanken. „

Reinen Herzens beschreibt so schön, was sich unsere Kunden von uns wünschen. Sie möchten nichts verkauft bekommen. Sie möchten sich doch selbst entscheiden wollen, welche Produkte, letztendlich welche Marken am besten zu ihnen passen.  Immerhin ist es ein öffentliches Statement, was man trägt, wo man einkauft, welches Wasser man trinkt. Denn auch die Ignoranz den „Massenbrands“ gegenüber ist ein Statement. Ich wage zu behaupten, dass es kaum einen jungen Menschen in Österreich gibt, der nicht in Social Media aktiv ist. Egal auf welcher Plattform, für jeden gibt es eine.

Da ist es doch wenig überraschend, dass man als Marke ein gewisses Image haben muss. Ich habe in den Artikel zur Generation Y und zur Generation Z schon beschrieben, wie diese Generation tickt und was sie von einander unterscheidet. Immer wieder muss ich darauf zurückkommen, denn nur so kann man vielleicht verstehen, wie wichtig es ist, sich zu finden. – Ja auch als Marke.

Gibt es in Österreich Unternehmen, die mutig genug sind ihre Umsatzzahlen an zweite Stelle zu stellen? Ich bin mir nicht sicher. Welcher Manager traut sich wirklich einen ehrlichen Blick ins Innere seines Unternehmen zu werfen und auf das was er sieht auch tatsächlich und ehrlich zu reagieren? Dabei spiele ich auf die oft vernachlässigte Unternehmenskultur an. Sie ist eben nicht von einem Tag auf den anderen da, aber es lohnt sich auf sie zu setzen.

Ein Unternehmen das nichts bedeutendes zu erzählen hat, wird auch nicht gehört.

 

 

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