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Wo fängt man denn an, wenn  man eine Masterthesis schreibt? Bei den Definitionen. Aus gegebenem Anlass möchte ich mit Euch, die für mich 5 besten Definition des Begriffes Marketing teilen. In letzter Zeit habe ich so viele unterschiedliche und wirklich interessante Definitionen gelesen, hier die 5, die es zu diesem Zeitpunkt, in meine Arbeit geschafft haben.

Die allererste Marketing Definition nach Melvin Thomas Copeland

Zum ersten Mal wurde Marketing 1906 von Samuel Sparling in seinem wissenschaftlichen Artikel  „Introducing to Business Organization“ erwähnt. Die erste wissenschaftliche Veröffentlichung zum Thema Marketing wurde von Melvin Thomas Copeland im Jahre 1920 veröffentlicht. (vgl. Meffert 2012, S 7)

„Marketing may be defined as a study of the principles that govern the policies of business management in the distribution of commodities from producers to consumers. This includes the activities of retail and wholesale merchants, manufactorers´sales organizations, the various agencies engaged in the distribution of raw materials, and all other means of faciliating and promoting the sale of merchandise.“ (Copeland 1920, S 1)

Bereits vor fast 100 Jahren grenzte Copeland den Begriff klar von Advertising, also Werbung, ab und bezeichnete es als die übergeordnete Disziplin.

Marketing nach Heribert Meffert

Der Begriff Marketing wurde zunehmend bekannter und es entwickelten sich zunehmend mehr und mehr Interpretationen. Heribert Meffert, ein Klassiker des Marketingstudiums,  zeigt in einer sehr guten Übersicht, welche Auswirkungen äußere Einflüsse auf das Marketing hatten.

Tabelle über die Entwicklung des Marketings nach Meffert

Eigene Darstellung nach Meffert – Entwicklung des Marketing.

In der Darstellung zeigt sich deutlich, dass die unterschiedlichen Dekaden ihre Schwerpunkte hatten. In den 70er Jahren zum Beispiel wuchs der Einfluss des Handels  („Gatekeeper“) und so wurden in dieser Zeit die handelsgerichteten Instrumente des Marketing systematisch ausgebaut.  Ende der 70er Jahre gewann das Marketing immer mehr an Autonomität und begann sich als Führungsfunktion zu etablieren.

Der ständig steigende Konsum und das immer größer werdende Angebot der 80er Jahre veränderte auch die Bedeutung des Marketing. Die Wettbewerbsvorteile und die -positionierung spielten dabei eine große Rolle. Auch die einsetzende Globalisierung trieb die Veränderung an.

Den nächsten großen Wandel brachten die „neuen Medien“ der 90er Jahre. Mit dem Internet veränderte sich so ziemlich alles. Die Ansprüche der Kunden und auch die Ansprüche an das Marketing. Begriffe wie Big Data oder Social Media beherrschen und verändern das Marketing. Konsumenten verlassen ihre  passive Rolle und werden zu aktiven Marktteilnehmern. Durch die grenzenlose Informationsverbreitung bekommen sie eine neue Machtposition.  (vgl. Meffert 2012, S 7-12)

Meffert fasst Marketing so zusammen:

„Im Wesentlichen beschäftigt sich das Marketing mit der effizienten und bedürfnisgerechten Gestaltung von Austauschprozessen.“

Marketing – Definition nach Manfred Bruhn

„Der Grundgedanke des Marketing – die konsequente Ausrichtung des gesamten Unternehmens an den Bedürfnissen des Marktes – hat sich in den meisten Branchen und Unternehmen durchgesetzt. …

Das rechtzeitige Erkennen und Bewältigen von Marktveränderungen gehört zu jenen unternehmerischen Aufgaben, die dem Marketing als Unternehmensfunktion zugeordnet werden. Dabei ist es heute unumstritten, dass Marketing als „Denken vom Markt her“ verstanden werden muss und die Bedürfnisse der Nachfrager im Zentrum der Unternehmensführung stehen. In den letzten Jahren erweiterte sich diese dominant kundenorientierte Sicht mehr und mehr zugunsten einer breiten, auch die sonstigen Anspruchsgruppen wie Mitarbeiter, Anteilseigner, Staat und Umwelt einbeziehenden Betrachtungsweise.“ (Bruhn 2010, S 13)

Für mich eine sehr treffende und sehr moderne Definition von Marketing. Ein anderes Zitat finde ich auch noch sehr wichtig:

„Marketing ist eine unternehmerische Denkhaltung. Sie konkretisiert sich in der Analyse, Planung, Umsetzung und Kontrolle sämtlicher interner und externer Unternehmensaktivitäten, die durch eine Ausrichtung der Unternehmensleistungen am Kundennutzen im Sinne einer konsequenten Kundenorientierung darauf anzielen, absatzmarktorientierte Unternehmensziele zu erreichen.“ (Bruhn 2010, S 14)

 Marketing Definitionen nach Peter F. Drucker

Diesen Mann kann ich gleich öfter zitieren, denn meiner Meinung nach hat er einfach Recht und trifft den Nagel auf den Kopf.

„The aim of marketing is to know and understand the customer so well the product or service fits him and sells itself.“

„Business has only two functions — marketing and innovation. All the rest are costs.“

„The best way to predict the future is to create it.“

Mein absoluter Favorit ist aber:

“The aim of marketing is to make selling unnecessary.”

Alle Zitate entstanden der Präsentation von Philip Kotler „Peter Drucker, The Grandfather of Modern Marketing“, die er im November 2009 in Wien bei der „Drucker Celebration“ gehalten hat.

Herr Kotler ist natürlich auch kein unbeschriebnes Blatt und jeder, der Marketing studiert/e ist seinen dicken Wälzer wohl durchgegangen.

Es ist zu teuer, den Verkauf für die Akquisition neuer Kunden einzusetzen.

Marketing Definitionen nach Henry Ford

Es sind eher die Zitate, die Henry Ford zur Definition des Marketings beigetragen hat. Aber meiner Meinung nach sind sie sehr bildlich und wirklich treffend. Auch wenn sie schon einige Jahrzehnte alt sind, treffen sie immer noch zu! Heute sogar mehr als damals.

Wer aufhört zu werben, um so Geld zu sparen, kann ebenso seine Uhr anhalten, um Zeit zu sparen.

Wenn Sie einen Dollar in Ihr Unternehmen stecken wollen, so müssen Sie einen weiteren bereithalten, um das bekannt zu machen.

Ich weiß, die Hälfte meiner Werbung ist herausgeworfenes Geld. Ich weiß nur nicht, welche Hälfte.

Diese Zitate stammen aus einem wirklich tollen Beitrag bei Affenblog. Hier finde ich oft passende Zitate für Präsentationen.

Resume

Viele Zitate sind nicht von heute, aber sie passen perfekt. Auch wenn man von einem neuen Zeitalter spricht, kann man behaupten, dass diese Aussagen immer noch zutreffen. Oder sogar dass sie besonders heute zutreffen. Ich bin schon sehr gespannt, wohin mich meine Recherche bringt und welche Erkenntnisse ich aus meiner Arbeit mitnehme.

Literaturquellen:

Copeland, Melvin Thomas: Marketing Problems. New York, Chicago, A. W. Shaw company, 1920.

Bruhn, Manfred: Marketing. Grundlagen für Studium und Praxis. Wiesbaden, Gabler, 2010.

Kotler, Philip: Peter Drucker, The Grandfather of Modern Marketing. November 2009 (Stand 26.4.2016)

Meffert Heribert, Burmann Christoph, Kirchgeorg Manfred: Marketing: Grundlagen marktorientierter Unternehmensführung. Konzepte – Instrumente – Praxisbeispiele. Wiesbaden, Gabler, 2012.

 

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