Selbstmarketing für Marketer

Mir war noch nie so bewusst wie eben jetzt, da wir eine geeignete Kollegin für unsere Marketingabteilung suchen, wie schwierig es ist jemanden geeigneten zu finden. Wenn man sich aber mit Arbeitssuchenden unterhält, bekommt man ganz was anderes zu hören.

Versuchen Sie sich mal auf einen Marketingjob in Wien zu bewerben. Unter drei bis vier Hundert Bewerbern aufzufallen ist fast unmöglich. Alle oder zumindest die Meisten sind qualifiziert, doch warum werden Sie nicht zum Gespräch eingeladen?

Weil Sie einer von vielen sind.

In einem Interview habe ich gelesen, dass 60 % aller Jobs über Beziehungen besetzt werden. Beziehungen bedeuten, dass ein Mensch einem anderen Menschen bekannt ist. Dass ein Mensch einem anderen Menschen über seine Fähigkeiten berichtet hat, so dass dieser an ihn denkt, wenn es um eine ausgeschriebene Stelle geht. Genial, oder?

Doch wie genau stellt man es an? Für Marketer eine sehr schwere Frage, oder? Erstelle ich für mich eine Marketingstrategie? Ja! Genau das tue ich. Wie sehen meine Ziele aus? Ich definiere Ziele, die ich erreichen möchte. Mein erstes Ziel lautet:

Ziel #1: 50 regelmäßige Leser meiner Blogbeiträge innerhalb des ersten Jahres.

Wie messe ich das? Ich will mich ja nicht selbst beschwindeln. Ich richte eine Newsletter-Anmeldung auf meinem Blog ein und präzisiere mein Ziel auf 100 Newsletter-Anmeldungen im ersten Jahr. Die Anmeldungen kann ich sehr gut tracken.

Ziel #2: Einmal im Monat einen interessanten Beitrag zum Thema Marketing verfassen.

Bei Zielerreichung muss ich mir noch ein Bonussystem überlegen. Für Vorschläge bin ich natürlich offen.

Ziel #3: Mehr Menschen kennenlernen.

Gianna Possehl erklärt in einem Interview mit der Zeit, dass man das auf andere Zugehen lernen kann. „Das kann man lernen. Der Trick dabei ist, es einfach zu tun. Die bekannte amerikanische Sozialpsychologin Amy Cuddy hat in ihrem TED-Talk dazu folgendes geraten: „Fake it until you become it!“

Sie hat ja so Recht! Bei der nächsten Veranstaltung werde ich einfach auf die Menschen zugehen und sie ansprechen, auch wenn ich sie nicht kenne. Als ich in New York gelebt habe, fiel es mir gegen Ende auch nicht schwer, denn die Amerikaner machen das auch einfach so.

Quellen:

Die Zeit online: „Kompetenz hilft nicht bei der Karriere“ (Stand 17. Jänner 2016)

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