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Berufsbedingt beschäftige ich mich jeden Tag mit Websites von Versicherungen.  Natürlich mache ich mir dazu meine Gedanken und ich habe mir vorgenommen diese in einer fünf-teiligen Mini-Blog-Serie mit meinen Lesern zu teilen.

Folgende Gebiete werde ich mir im Detail ansehen:

  1. Teil: Die Vorstellung. Kurze Vorstellung jeder einzelnen Seite mit den besonders auffälligen Eigenheiten.
  2. Teil: Der Aufbau. Welche Technologien und welche Designelemente werden verwendet? Ist der Aufbau der Seite userfreundlich – Selbsttest.
  3. Teil: Die Zielgruppe. Lässt sich eine Zielgruppe erkennen? Wie wird diese
  4. Teil: Die Services. Was alles kann ich über die Website erledigen und wie funktioniert es? Usability.
  5. Teil: Die Aktualität. Wie sieht es mit Contentmarketing aus? Gibt es relevanten Content, der aktuell ist? Ähneln sich die Themen, die thematisiert werden?

Dazu habe ich die vier größten Versicherungen nach Marktanteil in Österreich und die ERGO Versicherung, die im Jahr 2017 auf dem 9. Platz liegt, analysiert. Das Ranking stammt aus dem Jahresbericht des Versicherungsverband Österreich.

Das Ziel für mich ist es, mich strukturiert mit den unterschiedlichen Seiten zu befassen und die unterschiedlichen Zugänge der Versicherungen zum Thema online und Onlinevertrieb zu erkennen. Dinge hinterfragen und den Sinn dahinter zu suchen, um daraus zu lernen.

Teil 1: Die Vorstellung. Websites österreichischer Versicherungen

 

1. UNIQA Österreich Versicherungen AG

www.uniqa.at

Screenshot der Website der UNIQA Versicherung

 

Auf den ersten Blick macht die Seite einen ordentlichen Eindruck. Das Logo ist in der gelernten linken oberen Ecke, die Telefonnummer, die man wahrscheinlich als Kunde sucht sofort sichtbar. Rechts oben das Kunden Login.

Der Teaser ist gleichzeitig ein Slider und da entdecke ich schon die ersten „Holpersteine“. Das Design steht hier eindeutig im Vordergrund. Das klassische Marketing hat hier eindeutig Vorfahrt.  Die Bilder beinhalten Texte, die aber für Crawler nicht als solche erkennbar sind. Warum verwendet man hier ein zweites Logo? Klassisch klassich! CTA fehlt hier. Ein starkes Element wird leider nicht genutzt.

Im „Content“ Bereich gibt es gleich zwei stärkere und einen schwächeren Call to Action.

Quicklinks zu den beliebtesten Seiten sind sehr gut, auf der linken Seite etwas eigenartig, aber vielleicht kann man das für „Altuser“ noch mit der gelernten Navigation auf der linken Seite erklären. Zu den beliebten Seiten hat sich auch „Online Produkte“ dazugeschummelt. Naja, aber ich verstehe, dass man den online Vertrieb ja irgendwo hervorheben muss.  Gleiche Leiste nur in einer etwas anderen Reihenfolge findet sich auch als eine Navigationsleiste am unteren Bildschirmrand.

In der Sektion „Wohin Sie das Leben auch führt – wir haben die passende Versicherung:“ mit drei verlinkten Artikeln, die man sonst nie wieder finden kann. Ansonsten kein Content auf der Startseite.

Auf der Startseite gibt es vier Navigationsleisten. Ob das nun gut oder schlecht ist, will ich hier noch nicht klären.

Das Design ist bemüht modern, aber es wirkt als ob man die „alten“ Kunden mit einem völlig neuen Design nicht überfordern wollte. Das Design ist nicht mehr state of the art.

 

2. WIENER STÄDTISCHE Versicherung AG

www.wienerstaedtische.at

Screenshot der Website der Wiener Städtischen Versicherung

WOW, auf den ersten Blick flasht das Keyvisual so richtig. Es wirkt sehr modern und gewagt. (Bitte nicht vergessen, dass wir uns auf einer Website einer Versicherung befinden)  Die happy-peppy Family-Bilder weiter unten machen den ersten Eindruck dann leider kaputt. Schade.

Auch hier finden wir wieder mehrere Navigationsmöglichkeiten, oben in drei Reihen und hier die Quicklinks unter Service, allerdings auf der rechten Seite, was mir persönlich besser zusagt.  Auch hier werden die Texte im Slider nicht als Headlines genutzt. Ich frage mich welchen Grund das wohl hat? Logo auf der rechten Seite? Gelernte Inhalte?

Ganz wichtig ein Live-Chat. Sehr präsent. Wenn man sich länger auf der Seite befindet, kann man eine Unterhaltung zwischen Herr Pech und dem Service verfolgen. Hm, wofür?

Der restliche Content sind Teaser zu Produkten. Kein Herumgeschwafel man kommt direkt zur Sache. Kein wirklich auffälliger Hinweis auf online versichern und auch keine „Abschluss“ CTAs. Weder auf der Startseite noch auf den Produktseiten.

 

3. Generali Versicherung AG

www.generali.at

Screenshot der WEbsite der Generali Versicherung

 

Von den bis jetzt betrachteten Websites gefällt mir rein optisch diese am Besten. Das Design ist schlicht, aber es erfüllt seinen Zweck. Man wird nicht von Angeboten erschlagen. Schön fokussiert auf ein paar Use-Cases. Die Bilder sind ansprechend und passen ins Gesamtkonzept. Wirkt auf mich sehr professionell. CTAs auf dem Slider.

Navigation ist auch drei geteilt, sie reagiert mit einem bei Roll-Over Effekt. Das ist sympatisch und

Nach einem ersten sehr oberflächlichen Check gefällt mir die Seite richtig gut. Ich fühle mich gut aufgehoben und ich habe das Gefühl, dass ich die Informationen, die ich suche auch finden würde.

 

4. Allianz Elementar Versicherungs-AG

www.allianz.at

Screenshot der Website der Allianz Versicherung

Bekannte Navigation, Logo links oben, dient auch als Homebutton, großes auffälliges Keyvisual mit einem CTA und Quicklinks, die ich nicht ganz deuten kann. Was ist Allianz Drive oder Allianz Now? Bin etwas verloren. Erst below the fold finden sich interessante Links zu Service und Kontakt oder Schadensmeldung.  Auch diese Seite ist responsiv.

5. ERGO Versicherung Aktiengesellschaft

ergo-versicherung.at

Screenshot der Website der ERGO Versicherung

 

An dieser Website habe ich von Anfang an mitgearbeitet. Ich kenne alle ihre Vorzüge aber auch ihre Schwachstellen. Die Website wurde von Grund auf neu überlegt. Es gibt keine klassische Navigation, wie bei den anderen vieren. Es gibt zwar auch hier drei Navigationsmöglichkeiten, jedoch sind diese aus Use-Cases entstanden. Wir hatten das Glück die Seite wirklich von Null auf neu aufzubauen, und das spiegelt sich im Ergebnis wieder. Wir mussten uns nicht an alte Strukturen halten, sondern konnten alles neu durchdenken.

Deshalb bieten wir dem User die Möglichkeit ein Service in Anspruch zu nehmen oder den kürzesten Weg zu den Produkten. Wir haben ein großes Keyvisual, das Emotion transportieren soll und bieten einen CTA zum gefeaturten Produkt.

Es gibt keine Online Sektion, da der Online-Kunde wahrscheinlich nicht hier landen wird. Die Startseite bietet außerdem interessanten Content aus dem Bereich „mehr verstehen“, der den Usern als zusätzlicher relevanter Content, der nicht verkaufsorientiert ist, dient.

Die Website ist klar und nicht überladen. Die Produktseiten konzentrieren sich auf das Wesentliche, nämlich dem User das anzubieten, was er sucht.

Fazit

Die Versicherungsbranche hat nicht unbegründet den Ruf verstaubt zu sein. Die Websiten der Versicherungsprofis auf dem Österreichischen Markt sind im Vergleich zu anderen großen Unternehmen doch sehr konservativ und teilweise folgen sie noch alten Printregeln.

 

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